Neuauflage Doc’s Coach
5. Auflage 2013, Didamed Verlag, M. Hofer (Hrsg.), 248 Seiten, 39,90 €
Praktische Fertigkeiten Schritt für Schritt in detaillierten Bildserien
Inhalt
Das Buch richtet sich vorwiegend an Famulanten, Studenten im praktischen Jahr sowie an Assistenzärzte zu Beginn ihrer Weiterbildung. In insgesamt 35 Einzelkapiteln werden verschiedene praktische Fertigkeiten sowie Mess- und Punktionstechniken Schritt für Schritt erläutert: Steriles Arbeiten, die Erläuterung technischer Geräte (z.B. 3-Wege-Hähne, Infusionen, Perfusoren), Messtechniken (z.B. ZVD, EKG, BGA), Punktionstechniken (z.B. Venen-, Pleura- & Liquorpunktion, ZVK-Anlage), Katheter und Drainagen sowie ein Sonderkapitel „komplexe Techniken“ (z.B. Intubation, Koniotomie).
Jeweils gegliedert nach Indikation, Kontraindikation, möglichen Komplikationen, Vorbereitung und Durchführung werden die einzelnen Techniken mit detaillierten Bildsereien aus der Blickperspektive des Durchführenden anschaulich dargestellt. Auch die Interpretation der erhobenen Werte (z.B. BGA, Bedside-Test, PA-Druck) wird in Quizform kurz rekapituliert.
Didaktik
Das schrittweise Heranführen an die einzelnen Techniken wird mit mehr als 1000 Abbildungen didaktisch geschickt vermittelt und bietet dabei eine große Praxisnähe. Lästiges Blättern entfällt, da Bilder und dazugehöriger Begleittext stets anschaulich auf derselben Seite stehen. Das Buch erlaubt sowohl einen „Schnelldurchgang“ einer Fertigkeit mittels der Bildserien und den dazugehörigen Legenden als auch eine intensive Einarbeitung unter Zuhilfenahme des jeweiligen Begleittextes.
Sehr hilfreich sind die zahlreichen Hinweise auf typische und häufig gemachte Fehler oder Fallstricke. Für die Kitteltasche ist das DIN A 4 Format sicherlich zu groß, aber für eine sorgfältige Vor- und Nachbereitung der praktischen Tätigkeiten im klinischen Alltag ist das Buch sehr gut geeignet. Insbesondere für das Trainieren in „Skills Labs“ bietet dieses Buch eine ideale didaktische Ergänzung.
Fazit
Natürlich kann kein Buch einen klinisch versierten Mentor ersetzen, aber es bietet gerade für PJler / Famulanten und junge Anästhesisten zu Beginn ihrer Weiterbildung eine gute Möglichkeit, sich auf den klinischen Alltag praxisorientiert vorzubereiten.
D. Bitzinger, Regensburg